Ernst Heller - Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller
Pfarre Ernst Heller

Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller

 

Philipp Neri-Stiftung

Download PDF (530 kB): Buchankündigung: Ernst Heller - der Clown Gottes

Download PDF (530 kB): Pfarrer Hellers Gala Night 2012 im Europapark Rust

Bild des Monats:
Bild des Monats

Film Besuch beim
Zirkus-Pfarrer Heller

Film 10 Jahre Circus-Pfarrer Ernst Heller

Freitag, 27. März 2009

Bild

Am Freitagabend stieg in Rapperswil die traditionelle Party nach der Tournee-Premiere. Unter einem wuchtigen, neuen Vorzelt drängte sich das Premierenpublikum bei Sekt und Häppchen. Wie üblich bei der Knie-Premiere war eine illustre Gästeschar aus Showbiz und Politik anwesend.So etwa Guido A. Zäch, Roger Köppel, Martin Ebner oder Nadja Sieger von "Nadeschkin". Unter den Gästen konnte Ernst Heller auch Prinzessin Stefanie von Monaco begrüssen. Sie hielt sich jedoch bedeckt und mischte sich kaum unters Volk.
Diese Party ist auch für den Circus-Pfarrer eine gute Gelegenheit für Gespräche mit Artisten und Freunden der Familie Knie. Wo sonst sind sie so zahlreich und auf einen Schlag anzutreffen? Ernst Heller sprach lange auch mit dem gerade 100 Jahre alt gewordenen Künstler Hans Erni. Sein wunderbares Pegasus-Motiv ziert in diesem Jahr das Plakat des Schweizer National-Circus. Erni ist ein Circus- und Pferde-Freund. Es ist bereits das neunte Werk, welches der Luzerner seit 1966 für den Circus Knie geschaffen hat.
Vieles im Knie präsentierte sich an diesem Abend neu. Nicht nur das Vorzelt, auch in die Requisiten und Musikanlage wurde merklich investiert. Ach das Programm wurde mit neuen Akzenten versehen. Einen ganz anderen Circus verkörpern die ukrainischen Artisten der Circus-Theater-Gruppe "Bingo". Sie zeigten eine unglaublich breite Palette von Disziplinen.
Laut geht es bei "Starbugs" zu, die einen unkonventionellen Mix aus Tanz, Slapstick und Akrobatik zeigten. Hans Erni wippte mit dem Fuss und ging mit, doch die drei Komiker Fäbu, Tinu und Silu aus dem Berner Seeland begeisterten mit ihrer "Rhythmischen Sportkomik" doch eher mehrheitlich das jüngere Publikum. So war es jedenfalls aus Gesprächen in der Pause rund um das Knie-Buffet herauszuhören.
Schade, dass die Musik an diesem Abend oft ganz oder teilweise ab Band kam.
Wer eher der alten Zirkustradition frönt (manche nennen das altmodisch), kam aber dennoch voll auf seine Kosten. Da waren "Les Rossyann",der stolze Weissclown und der Dumme August, Yann und Hector Rossi. Sie brachten Eleganz und auch ein Stück Nostalgie ins Manegenrund. Ebnso "Gentleman-Jongleur" Kris Kremo, der wohl der herausstechendste Künstler an diesem Abend war. Höchstleistungen boten auch der Basler Christophe Gobet und der Berliner Rodrique Funke, die über der Manege ein spektakuläres Luftballett zelebrierten.
Immer eine sichere Bank sind die italienischen "Fratelli Errani", die in der Manege scheinbar alles können. Alles sieht spielend leicht aus bei ihnen. Schon 2005 und 2007 waren sie mit den Knies auf Tournee. Sie zeigen Kunststücke auf dem Doppel-Tanzseil und eine halsbrecherische Jockeyreiter-Nummer auf dem breiten Rücken eines Kaltblüters, der eine stoische Geduld haben muss. Auf ihren Schultern stand der kleine Ivan-Frédéric Knie.
Weiter pedalten Artistinnen der "Inner Mongolian Unicycle Troup" auf ihren Einräder durch die Manege und warfen sich Geschirrschalen zu, die exakt auf ihren Köpfen landeten.
Grosse Tradition im Knie sind seit je die Elefanten- und Pferde-Nummern. Manch einer kommt seit Jahren nur deshalb. Vertreter verschiedener Rassen zeigten unter der Leitung von Fredy Knie jun., dessen Ehefrau Mary-José und Tochter Géraldine Katharina, was ihnen ihre Meister beigebracht haben. Diese Nummern sind angenehm leise, kommen ohne viel Schnickschnack aus. Zufrieden strömte das Publikum gegen 23 Uhr aus dem Zelt, hinaus in den Alltag.
Franco Knie sagt dazu: "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen die Leute schöne Dinge wie den Circus, damit sie ihre Alltagssorgen vergessen können." Das, so weiss auch Ernst Heller, gelingt dem Circus Knie immer wieder vorzüglich.

BILDERGALERIE »Circus Knie: "C’est magique"«

[Zurück]

© 2017 Philipp Neri-Stiftung | Kontakt