Ernst Heller - Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller
Pfarre Ernst Heller

Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller

 

Philipp Neri-Stiftung

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Film Besuch beim
Zirkus-Pfarrer Heller

Film 10 Jahre Circus-Pfarrer Ernst Heller

Sonntag, 3. Mai 2009

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So gross war der Andrang vor dem Knie-Zelt auf dem Spelteriniplatz in St. Gallen lange nicht mehr. Fast 2000 Menschen wollten an diesem herrlichen Sonntagmorgen zum Circus-Gottesdienst. Eine Ankündigung zog schon im Vorfeld: Markus Büchel, Bischof von St. Gallen, soll erstmals hier mitwirken. Er liess es sich tatsächlich nicht nehmen, an diesem traditionellen Gottesdienst selbst einmal teilzunehmen. Das Volk staunte jedenfalls, als der beliebte kirchliche Würdenträger mit den Konzelebranten in die Manege einmarschierte.
Die Zuschauer im vollbesetzten Zelt wurden Zeugen eines unterhaltsamen Dialoges zwischen Bischof und Circus-Pfarrer. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Schulzeiten. "Hättest Du je gedacht, dass ich mal Bischof werde?" Der andere: "Und Du, dass ich mal als Circus-Pfarrer mit Dir im Zelt stehe?"
Die beiden produzierten einige herrliche Momente.
Der Knie-Gottesdienst wird in St. Gallen immer bekannter, daher war erneut auch das Regionalfernsehen dabei. Circus hat hier Tradition und rührten auch die Kirchgemeinden im Vorfeld die Werbetrommel.
Der Circus-Gottesdienst ist meist experimentell gestaltet, ganz anders als sein Pendant in Luzern. Das Vorbereitungsteam rund um Pfarrer Ernst Heller, namentlich Diakon Stefan Staub und Pfarrer Hansruedi Felix, haben zusammen gut vorbereitet. Mit von der Partie waren die Riethüsler Kinder der 4. Klasse. Zusammen mit ihren Religionslehrern gestalteten sie mit dem eindrücklichen Szenenspiel von Pucuinello über das verlorene Selbstvertrauen eines Kindes, das es wieder zurückfindet, den Gottesdienst.
Die Geschichte rührte das Publikum. Auch das musikalische Programm war erlesen: Zum zweiten Mal dabei war der gemischte Chor „The Tunes“, die für Gospel-Power sorgten. Appenzeller Buebe sorgten mit ihrem Jodelgesang für Alpenklänge. Das Opfer wurde an diesem Gottesdienst wiederum für die Philipp Neri-Stiftung aufgenommen, deren Erlös bedürftigen Artisten und Schaustellern zukommt.
Bischof Markus Büchel fühlte sich bei seiner Predigt in der Manege sichtlich wohl, obwohl die gewohnte Kanzel fehlte. Er lobt den Circus als eine Lebensform, der für ihn für Integration und Toleranz steht.
Ernst Heller hatte sein Wohnmobil erneut in der Circus-Stadt platziert. So konnte er sich anschliessend Zeit für Gespräche mit den Mitwirkenden des Gottesdienstes sowie mit Artisten und Arbeitern des Circus Knie nehmen.
Bischof Markus Büchel erhielt erstmals einen Einblick in die Welt eines Circus-Pfarrers. Er war beeindruckt.

BILDERGALERIE »Circus-Gottesdienst erstmals mit Bischof Markus Büchel«

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