Ernst Heller - Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller
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ARCHIV: Begeisterter Auftakt zur 90. Knie-Tournee

Begeisterter Auftakt zur 90. Knie-Tournee

Freitag, 14. März 2008

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Das Publikum strömte zahlreich zur Première des 90. Knie-Programms. Es staunte bei seiner Ankunft in Rapperswil einmal mehr über die riesige Circus-Stadt. Die Tour durch die ganze Schweiz wird von nun an 36 Wochen dauern, 48 Gastspielorte wird das fahrende Unternehmen aufsuchen.
Von Beginn an ging es auf dem Circus-Areal turbulent zu. Irgendjemand muss wohl auf einem Hauptkabel gestanden haben, so dass sich der Strom immer wieder mal verabschiedete. Die Gäste im Knie-Buffet nahmen es gelassen. Das ist nun mal Circus live, sagten sie sich. Die meisten der Darbietungen verliefen im Programm dann reibungslos und waren von gewohnt hoher Qualität. Erneut gelang den Knie‘s ein gelungener Mix aus beeindruckender Akrobatik, exotischen Tiernummern und melancholisch-poetischen Clownerien. Da war die Lasso-Akrobatik der chinesischen Truppe Fujian Lasso Group, die ihre Seile feurig um ihre durchtrainierten Körper wirbelten. Da war Fredy Knie, der mit seinen ansonsten eher phlegmatischen Trampeltieren Erstaunliches präsentierte. Begeisterung erzeugte auch Linna Knie-Sun auf ihrem asiatischen Dickhäuter. Die Nummer, in gewohnt souveräner Zusammenarbeit mit Franco Knie und Franco Knie jun., ist etwas vom Besten auf diesem Segment in der Circus-Welt. Ebenso die Darbietung der Alexis Brothers, die mit ihrer preisgekrönten Handstand-Akrobatik das Publikum zum Staunen brachten. Ein weiterer Höhepunkt war die Solonummer des Strapaten Anton Belyakov, der sich zu sphärischen Pink Floyd-Klängen an zwei Bändern hoch über die Köpfe der Zuschauer ziehen liess. Bei manchen noch etwas gewöhnungsbedürftig waren die Darbietungen des Chaos-Duos „Oropax“. Der Wortwitz des deutschen Komiker-Paars kam nicht überall an. Sie hatten als Nachfolger von Viktor Giacobbo und „Lapsus“ denn auch ein schweres Erbe angetreten. Die Herzen im Sturm eroberte hingegen Clown Pavel Boyarinov mit seinem Auftritten mit Mini-Geige und mit verkleidetem Hund.
Es war „bellissimo“, erneut sah der Kenner: Die Knies wollen und können sich kein Mittelmass leisten. Wie meist bei Premièren aber, verlief auch diesmal nicht alles rund. Zum Beispiel bei den irakischen Spielen der Fratelli Errani. Als einem der Artisten der Salto misslang und er gefährlich schräg auf den Füssen seines Bruders landete, hielt das Publikum die Luft an. Auch Géraldine Knie patzte: Während der „ungarischen Post“ rutschte sie zwischen ihre wuchtigen Friesen, verletzte sich glücklicherweise aber nicht. Das Circus-Orchester stoppte abrupt sein Spiel. Das Publikum sah, wie die Artistin mit den Tränen kämpfte und spendete bei ihrem zweiten Versuch, der auch gelang, warmen Applaus. Das gleiche Malheur war ihr bereits am Nachmittag in der Generalprobe passiert. Perfekt jedenfalls gelang Géraldine Knie die wunderschöne, von zwei Tänzern begleitete Tangonummer, die sie mit ihrem Lebenspartner Maycol Errani präsentierte.
Ernst Heller zitterte mit jedem Artisten mit. Er sagte: „Es ist gar nicht schlecht, dass das Publikum hautnah miterleben konnte, dass auch einmal etwas nicht auf Anhieb perfekt gelingt. Wie im richtigen Leben eben auch.“ Dass Respekt jene verdienen, die nach einem Strauchler erneut aufstehen und weitergehen. Schon vor der Première unterhielt er sich angeregt mit Artisten über die Kunst, die verschiedenen Elemente ihrer Präsentation in ein stimmiges Ganzes zu fügen. Wenn das so immer so einfach wäre!
Auch Ernst Heller freute sich, dass es an diesem turbulenten Abend noch eine kleine Première zusätzlich gab: Der zweijährige Chris Rui, den er im Circus getauft hat, machte seine ersten Schritte in der Manege – und das dazu neben grossen Dickhäutern! Er gehört nun zum „Elefanten-Flügel“ der Knie-Dynastie. Zusammen mit Ivan Frédéric Knie gehört er zu den kleinen, grossen Stars in der Manege. Ihre Auftritte haben Charme und Chuzpe. An der anschliessenden VIP-Party war jedenfalls für reichlich Gesprächsstoff gesorgt, bei der sich Prominente wie Victor Giacobbo, Roger Schawinksi, Clown Pic und René Strickler zeigten.

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